„Jeder 4. europäische Storch ist ein Pole“

2. Tag: Posen – Biskupin – Gnesen – Posen

Auf der Fahrt nach Biskupin, das 90 km von Posen entfernt liegt, hörten wir den täglichen spirituellen Morgenimpuls von Slawomir, mit einer Geschichte zum Weiterdenken und einem Gebet und empfingen den Segen für den Tag. Aleksandra erzählte dann vom geografischen Aufbau Polens. Während wir durch die Landschaft fuhren, sahen wir immer wieder Störche. Zitat der Reiseleiterin „Jeder 4. Europäische Storch ist ein Pole.“ 🙂

Das archäologische Freilichtmuseum in Biskupin wird auf 700-400 v. Chr. datiert und gilt heute als eines der wichtigsten Beispiele aus der älteren Eisenzeit. Dem feuchten Untergrund ist die Erhaltung eines großen Teils der hölzernen Bauten zu verdanken. Auch die Mittagspause verbrachten wir in Biskupin. Die ersten Hungrigen fielen in ein Restaurant am Museumsgelände ein und bestellten polnische Suppen. Leider gab´s kein Piwo dazu …. Den eher Durstigen stach ein mannhohes Bierwerbeplakat auf der anderen Straßenseite ins Auge – auch dort gab´s Suppe! Der Reihe nach wechselten praktisch alle die Straßenseite. Die kleine Servicemannschaft wurde von Slawomir tatkräftig unterstützt, damit alle durstigen Kehlen und hungrigen Mägen gestillt werden konnten, bevor es weiterging.

Eine einstündige Fahrt mit der Schmalspurbahn stand dann am Programm, bevor wir mit dem Bus nach Gnesen weiter fuhren. Das war die erste Hauptstadt und älteste Stadt Polens. Eine junge Dame führte uns durch die Stadt, mit ihr besichtigten wir auch die Krönungskathedrale. Leider waren ihre Ausführungen im Dom sehr schlecht verständlich, weil sie sich mit Rücksicht auf den Hl. Adalbert nicht direkt der Gruppe zuwenden konnte, die vor ihr in den Kirchenbänken saß. Ihr Piätetsgefühl erlaubte es ihr nicht, dem Kirchenpatron die Kehrseite zuzuwenden 😉 .
In einer Seitenkapelle feierten wir am Abschluss unserer Tagestour den Sonntagsgottesdienst.

Zurück ins Hotel, kurz unter die Dusche, Abendessen – und danach schwirrten die meisten wieder Richtung Marktplatz aus …

 

Sauerkrautsuppe (Kapusniak)

Zutaten:
500 g Sauerkraut, 250 g geräucherte Rippchen, 200 g Frühstücksspeck, Kartoffeln, 1 Zwiebel, Speiseöl oder Schmalz, Kochgemüse, Salz, gemahlener Pfeffer, Lorbeerblatt, Piment

Zubereitung:
Die Rippchen in Würfel schneiden, Kochgemüse, Piment, Pfeffer und Lorbeerblatt dazugeben und kochen. Danach das Kochgemüse rausholen. Das Sauerkraut hobeln und in einem separaten Topf mit einer größeren Wassermenge kochen lassen. Den Frühstücksspeck und die Zwiebel in Würfel schneiden und in der Pfanne anbraten. Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und kochen. Zum Sauerkraut die Rippchen samt der Brühe und Frühstücksspeck, Zwiebel, Kartoffeln geben. Würzen und ein paar Minuten kochen lassen.

 Fotos: Heinz Malzer, Ingrid Scherney