Ein besonderer Ort des Heiles – Predigt

Auf dem Bild dass ich heute mitgebracht habe, seht ihr die Romita de Cesi, eine Einsiedelei am Franziskusweg in Italien. Ein ganz besonderer Ort den ich auf meiner Pilgerreise kennen lernen durfte. Was ist das Besondere.

In den 3 Tagen die ich dort verbrachte war ich berührt und fasziniert von der dichten Atmosphäre dieses Ortes.  Der liebevoll gepflegte Garten, eine Oase der Schönheit und der Stille haben mir gut getan. Bruder Bernardino ein franziskanischer Priester, hörte 1991 den Ruf, die alte Einsiedelei, die zu einer Ruine verfallen war, wieder aufzubauen. Und er tat dies, zusammen mit Hunderten von jungen Menschen. Als ich dort war, war er 72 Jahre, er lebte sehr einfach, ohne fließendes Wasser und mit ganz wenig Strom. Leben mit der Natur, Freundschaft mit Tieren (es gab Hunde, Ziegen, Esel und Hühner), Gebet, Stille, lesen und viele Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen die kamen prägten sein Leben.  Ich sah wie Menschen zu ihm kamen denen es nicht gut ging. Sie erzählten ihm von ihrem Leben sie arbeiteten mit ihm im Garten und bei den Tieren, nahmen teil an den Gebetszeiten und dann gingen sie aufgerichtet wieder nach Hause. Ein heilsamer Ort der sich tief in mein Innerstes eingeprägt hat.

Heute hören wir im Evangelium auch von so einem heilsamen Ort. Dem Dorf Kafarnaum. Hier lehrt Jesus in der Synagoge und er heilt viele Menschen. Er hört zu als ihm die Jünger erzählen, dass es der Schwiegermutter nicht gut geht, er nimmt sich Zeit, geht zu ihr, fasst sie an der Hand und richtet sie auf. Er heilt, indem er auf die Menschen zugeht, sie berührt und aufrichtet. Die Heilung geschieht in der Begegnung mit Jesus. Wenn Gott heilt, zeigt er den Menschen, was mit dem Reich Gottes gemeint ist. „Gott will das Heil des Menschen. Das Heil der Seele, aber auch des Körpers. Er will Heil für die ganze Schöpfung, Heil für all unserer Beziehungen.

Heilung kann in unserem Leben sehr vielfältig geschehen, oft auch nicht immer so wie wir es uns vorstellen. Da gehört viel Vertrauen dazu. Aber wenn wir glauben, dass wir geliebt sind, dürfen wir vertrauen, dass Gott es gut mit uns meint, denn er möchte das unser Leben glückt, dass es ein erfülltes sinnvolles Leben ist.

Und wie wir es in vielen Stellen der Bibel hören, wie es auch Bruder Bernardino täglich gelebt hat hören wir den wichtigen Satz: In aller Frühe als es noch dunkel war stand Jesus auf und ging an einen einsamen Ort um zu beten.                                                                  In der Stille, in der Meditation, im Gebet ist Jesu tief verbunden mit seinem Vater.

In der Stille, in der Meditation, im Gebet sind auch wir tief verbunden mit dem Göttlichem.

In der Verbindung mit Gott, bekommen wir geschenkt was wir zum Heil werden und zum Heil bringen brauchen.

Den jeder und jede von uns ist dazu berufen und befähigt mit zu helfen dass es den Menschen, den Tieren und der Schöpfung gut geht. Dort wo wir leben heilsam zu wirken.

Ich wünsche uns allen das Vertrauen das Gott in unseren Leben heilsam wirken kann

Ich wünsche uns allen das Vertrauen das Gott uns zu heilbringenden Menschen machen kann.                                                                                                                                     

In unseren Beziehungen, an unseren Arbeitsplätzen und auch in unserer Pfarre. Amen

 

 Fürbitten für unsere Pfarrgemeinde

 

Wir bitten für unsere Pfarrgemeinde, das wir immer mehr zu einem heilsamen Ort werden, wo Menschen sich gegenseitig aufrichten,  wo Menschen in Not geholfen wird.

Wir bitten für unsere Pfarrgemeinde dass wir immer mehr zu einem heilsamen Ort werden wo Menschen miteinander beten, meditieren und aus der Verbindung zu Gott wirken.

Wir bitten für unsere Pfarrgemeinde dass wir immer mehr zu einem heilsamen Ort werden, wo jeder und jede sich willkommen fühlt, wo wir offen füreinander sind.

Wir bitten für unsere Pfarrgemeinde dass wir im Umstrukturierungsprozess gut aufeinander hören, dass wir mit Gott und miteinander einen guten Weg gehen. .

Wir bitten für die Länder wo Krieg, Unterdrückung und Gewalt herrscht, um Menschen, Politiker und  Religionsführer, die sich für Friede und Versöhnung einsetzen damit wieder heilsame Orte entstehen können.

Dir Gott vertrauen wir, begleite und führe uns.

 

Predigt von Gabi Niederschick